Das iPhone: Nicht alt aber fast schon Kult
Das iPhone wurde nach vielen Ankündigungen und Pressemeldungen mit dem nicht ausbleibenden Rummel 2007 eingeführt. Viel war darüber zu lesen und zu hören. Eine Revolution auf dem Handysektor sollte über die Welt hereinbrechen, ein Alleskönner sei geboren, eine ganze Palette von Attributen wurde den iPhones teilweise schon vorab zuerkannt. Nun, vier Jahre nach der Präsentation dieser Handys auf dem Markt, sollte man Vor- und Nachteile sowie Besonderheiten der iPhones nüchtern und sachlich betrachten.
Was ist ein iPhone und was kann es?
Apple, ein Hersteller u. a. von PCs und Betriebssystemen aus Kalifornien, USA, entwickelte das iPhone und brachte es 2007 auf den Markt. Es handelt sich dabei um ein Smartphone mit einem Medienspieler, wobei das iPhone über den Bildschirm gesteuert werden kann. Das iPhone hat zur weiteren Bedienung vier Tasten und ein Schiebschalter.
Offiziell waren diese Geräte in Deutschland ab November 2007 über den Mobilfunkanbieter T-Mobil erhältlich.
Der Vertrieb in den Vereinigten Staaten begann im Juni 2007 über die Apple Stores und den Verkaufsstellen des Mobilfunkanbieters AT &T. Der Preis war abhängig von der gewünschten Version und begann bei 499 US Dollar. Der Preis in Deutschland betrug Euro 399,- und wurde ausschließlich von T-Mobile übernommen. Die Geräte wurden nur zusammen mit einem Zweijahresvertrag und einer gleichzeitigen Sperre die die alleinige Nutzung in diesem Mobilfunkbereich möglich machte. Weiterentwicklungen des iPhones brachten das iPhone 3G sowie das iPhone 3GS zutage.
Das iPhone 4
Seit 2010 wird nun bereits die vierte Generation des iPhones angeboten, das iPhone 4.
Der Ansturm war enorm, sodass etwa 600.000 Vorbestellungen innerhalb der ersten 24 Stunden eingingen, wovon der Hersteller Apple nach eigenen Angaben völlig überrascht wurde.
Das neue iPhone 4 verfügt über eine deutlichere, im Vergleich zum Vorgängermodell, vierfache Pixeldichte und ist mit einer Kamera mit 5 statt bislang 3 Megapixel sowie mit einem LED-Blitz ausgestattet. Das Gerät ist ein Quadband-Handy und kann sich per WLAN oder alternativ mit Bluetooth ins Internet einwählen und verfügt darüber hinaus über GPS. Medienwiedergabe, also Musik oder Filme sind in überzeugender Qualität mit allen Vorzügen und Besonderheiten des Apple iPod Touch möglich. Die Datenspeicher werden in preisabhängigen Varianten von 4, 8 und 16 GB angeboten. Überraschend gut ist die Kapazität der mitgelieferten und nicht selbst austauschbaren Batterie. Die Akkus erreichen die von Apple angegebenen Laufzeiten für Telefongespräche mit bis zu sieben Stunden, wobei der Stand-by Kapazität bei bis zu 250 Stunden betragen soll. Durch die Besonderheiten der Akkus erreichen diese die volle Ladekapazität erst nach einigen Wochen sodass in der ersten Zeit nach dem Kauf teilweise deutlich geringere Betriebszeiten in Kauf genommen werden müssen. Insgesamt ist das iPhone sehr gut ausgestattet und zukunftsorientiert. Die innovative Technik von Apple, die natürlich auch das Betriebssystem auf der Basis von Mac OS X stellen, ist bedienerfreundlich.
Verkaufszahlen und Verbreitung
Für das US-Magazin Time ist das iPhone die Erfindung des Jahres 2007. Bis März 2011 sollen über 100 Millionen dieser Geräte verkauft worden sein. Die Verkaufszahlen sind weiterhin ungebrochen. Auch wenn die iPhones in China unter oft kritisierten Bedingungen hergestellt werden, kann sich der Kunde auf den Service und die Weiterentwicklung durch Apple verlassen.
Foto: Apple – Fotolia
MehrDas mobile Internet: Wenn schon Internet, warum nicht überall?
Das Internet gehört in der westlichen Welt zu den selbstverständlichen Arbeitsmedien und wird als Informationsquelle, zum Nachrichtenaustausch und zur globalen Kommunikation genutzt. Wobei es für einige Anwender und Benutzer zu einem unverzichtbares Arbeitsmedium geworden ist.
World Wide Web für unterwegs
Internet überall ohne Rücksicht auf die heimische Hardware und unabhängig von dem Aufenthaltsort, das ist der Grundgedanke vom mobilen Internet.
Für die Durchführung dieses noch vor einigen Jahren fast undenkbaren, geradezu traumhaften Gedanken sind prinzipiell zwei Dinge nötig: zunächst die entsprechende Hardware, die in der Lage ist quasi unterwegs als Verbindungsmedium zu fungieren und dann die entsprechenden technischen Voraussetzungen, um die Verbindung in das World Wide Web zu realisieren.
Die Entwicklung beider Voraussetzungen hat in den letzten Jahren ein geradezu rasantes Tempo angenommen, sodass in der Aktualität das mobile Internet Realität geworden ist.
Zwar sind noch Weiterentwicklungen wünschenswert und auch nötig, aber es ist heute zumindest in Deutschland und in sehr vielen europäischen Staaten möglich unabhängig von den häuslichen Kommunikationsmöglichkeiten, also unterwegs Nachrichten über Email abzurufen, Informationen zu recherchieren und alle Möglichkeiten des Internets zu nutzen.
Technische Voraussetzungen und Zugangstechnologie
Es gibt gleich eine ganze Reihe von Möglichkeiten, mobil mit dem Internet verbunden zu werden.
Die einfachste und sicherlich auch kostengünstigste Möglichkeit, ist über WLAN eine Verbindung mit dem Internet herzustellen. Dazu gibt es in Deutschland eine ganze Reihe von kostenpflichtigen und kostenlosen sogenannten Hotspots. Sie befinden sich in Hotels, Bahnhöfe, Restaurants oder auf öffentlichen Plätzen. Weitere Technologien sind UMTS mit entsprechenden Erweiterungen oder Wimax.
Diese Zugangsmöglichkeiten werden über das Netz der Anbieter von Mobilfunk zur Verfügung gestellt.
Auch ein Empfang per Satellit ist bereits Realität. Diese Möglichkeit wird in entlegenen Gegenden, bei denen kein UMTS Empfang möglich ist, vornehmlich von Journalisten, Politiker, Wissenschaftler, Hilfsorganisationen oder auch Geschäftsleuten genutzt. Zu der Qualität der Verbindung ist zu bemerken, dass die Geschwindigkeit der Übertragung verhältnismäßig langsam und die Kosten deutlich höher als bei der UMTS-Technologie sind. Daher ist zumindest aktuell eine flächendeckende Nutzung eher unwahrscheinlich.
Für den Zugang zu diesen Netzen ist ein entsprechend ausgerüstetes Handy oder ein Notebook bzw. Netbook Voraussetzung.
Bei vielen der neu verkauften Handys ist das mobile Internet bereits Standard. Zudem sind Notebooks in den allermeisten Fällen mit einem WLAN-Modul ausgestattet, was die Benutzung der Hotspots ermöglicht.
Es gibt auch für das mobile Internet aktuelle Angebote einiger Mobilfunkbetreiber in Form einer Flatrate, was deutlich macht, dass hier die Preise in Bewegung geraten sind.
Verbreitung und Akzeptanz des mobilen Internets
Auch wenn das mobile Internet eine wesentlich breitere Akzeptanz besitzt als noch vor einigen Jahren, ist die Verbreitung und Benutzung zumindest in Deutschland eher zögerlich.
Zwar besitzen 2010 69 Prozent der Deutschen ein internetfähiges Handy aber nur 18 Prozent davon gaben an, das mobile Internet auch tatsächlich zu nutzen. Das hat gleich mehrere Gründe: Den meisten Nutzern von Internetleistungen reicht der Gebrauch des häuslichen PCs oder Notebooks, die Verbindungskosten waren bislang ziemlich hoch tarifiert und noch ein wesentlicher Faktor ist, dass die Benutzung der entsprechenden Handys recht aufwendig ist und die Bildschirme verhältnismäßig klein sind.
Doch neue Tarife der Mobilfunkbetreiber und die schnelle Verbreitung der Smartphones könnten für eine Veränderung des Nutzerverhaltens sorgen.
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