Tablet PCs … was ist das?
Eine Weiterentwicklung auf dem langen Weg zum optimalen PC. Tablet PCs (vom englischen für Notizblock) sind Weiterentwicklungen zum bekannten Notebook, werden mit Stiften bedient und wie ein Notizblock benutzt. Die meisten Tablet PCs sind zusätzlich zum Betriebssystem mit einer Software zur Erkennung der Handschrift ausgestattet.
Die Eingaben können auch per Finger direkt auf einem berührungsempfindlichen Bildschirm, was bewirkt, dass diese Art des PC im Stehen und mit einer Hand bedient werden kann.
Der lange Weg vom Dynabook zum Tablet PC
Die Idee eines solchen Computers wurde schon lange Zeit vor der Entwicklung der ersten Tablet PCs geboren, und zwar schon in den 60er und 70er Jahren mit dem geplanten Dynabook. Die Software zur Erkennung von Handschriften wurde bereits 1980 entwickelt.
Im Jahr 1991 wurde der Stift als echte Alternative zur Maus für den Computer erwogen. Daraufhin entwickelte Microsoft die Pen Extension für Windows 3.1 und zwischen 1992 und 1994 wurde auch von namenhaften Herstellern wie beispielsweise IBM, Samsung und Toshiba entsprechend kompatible Hardware entwickelt und präsentiert. Der erste echte Vorläufer des Tablet PC war das von Toshiba entwickelte DynaPad T100X. Microsoft hielt allerdings stets an der Stifteingabe fest, was sich auch an der Windows XP Erweiterung für Tablet-PCs dokumentierte.
Was sind die Vorteile eines Tablet-PC gegenüber einem Notebook?
Tablet PCs entsprechen ergonomisch eher bei den Eingaben der natürlichen menschlichen Haltung. Auch Nutzer mit geringen PC Kenntnissen können durch die intuitive Bedienung diese PCs einfach nutzen. Es kommt zu einer Steigerung der Produktivität da alle Notizen handschriftlich erledigt und archiviert werden können. Außerdem sind die Tablet PCs leicht und problemlos mitzuführen, die Eingaben können problemlos mit einer Hand durchgeführt werden.
Bei Gesprächen, beispielsweise mit Kunden oder Patienten, unterbrechen sie nicht den Sichtkontakt zwischen den Gesprächspartner, da er problemlos flach auf dem Tisch liegen kann.
Nachteilig ist, dass die Tablet PCs wegen geringer Absatzzahlen etwas teurer als Notebooks sind. Als störend wird auch empfunden, dass die Bildschirme im Vergleich zum Notebook doch recht klein sind. In der Regel haben die Tablet PCs Bildschirmgrößen von 12 bzw. 13 Zoll wobei solche mit einer Größe von 14,1 eher die Ausnahme darstellen.
Die Betriebssysteme von Windows ab Windows XP unterstützen Tablet PCs, wenn eine entsprechende Erweiterung eingesetzt wird. Auch Google arbeitet an eine Erneuerung des Betriebssystems Android ebenso mit einer Erweiterung für Tablet PC.
Einsatzmöglichkeiten und Verbreitung
Bislang sind die Verkaufszahlen für Tablet PCs nicht annährend so umfangreich wie die der Notebooks. Interessant sind diese flachen und problemlos tragbare PC in Krankenhäuser, beispielsweise bei der Visite, mit dem Vorteil, dass die eingegebenen Daten ohne weiteren Aufwand dem Hauptcomputer verfügbar sind. Auch bei Schulen können Tablet PCs Schüler beim Erlernen des Schreibens unterstützen. Ebenso können diese PCs bei Vorlesungen benutzt werden, da die Vorteile des Notizblocks und Ergänzungen direkt am PC zeitsparend sind.
Obwohl derzeit Tablet PCs für um die 600 Euro verfügbar sind, ist es fraglich, ob die flächendeckende Akzeptanz einsetzen wird. Die Vorteile der schnellen Datenerfassung sind nicht besonders überzeugend, da geübte Benutzer von Tastaturen vergleichbar schnell schreiben.
image: Robert Lehmann – Fotolia
MehrDas Netbook: Klein, praktisch und handlich.
Netbooks sind kleiner, handlicher und dadurch auch deutlich besser mobiler einsetzbar als Notebooks. Im Unterschied zu Notebooks in Standardgröße und Ausstattung verfügen sie meist nicht über ein optisches Laufwerk aber sehr wohl über eine WLAN-Karte und haben eine geringere Rechnerleistung.
Die Charakteristiken der Netbooks
Der Bildschirm ist vergleichsweise klein, regelmäßig mit einer Diagonale von 7 bis 11,6 Zoll. Nur solche Netbooks, die über 2 GB RAM und einem 12,1 hochauflösenden Bildschirm verfügen, werden mit dem Betriebssystem Windows 7 Home Premium betrieben, sonst kommen als Betriebssysteme Windows XP oder einige Linux Varianten infrage.
Sie werden eingesetzt für das Abspielen von Musik oder Videos, für Büroarbeiten oder auch für die Nutzung des Internets. Auch als Computer für unterwegs oder auf Reisen sind Netbooks sehr gut geeignet. Der Durchbruch für diese platzsparenden und gut in Taschen unterzubringenden Computer setze ein, als Mobilfunkanbieter, die regelmäßig subventionierte Handys anbieten, diese Netbooks in die Liste ihrer rabattierten Geräte zum symbolischen Preis von 1 Euro mit aufnahmen. Dazu werden die Netbooks mit integriertem Breitbandmodem und SIM-Karte des jeweiligen Anbieters von Mobilfunk ausgestattet, was dann ein echtes mobiles Internet möglich macht.
Der schnelle Absatz und die neuen Angebote an Smartphones haben allerdings die Verkaufszahlen für Netbooks deutlich gebremst.
Die meisten Netbooks in Deutschland die in Gebrauch sind, werden mit Windows XP betrieben. Obwohl Microsoft dieses Betriebssystem auslaufen lassen will, ist es wesentlich sparsamer im Verbrauch der technischen Ressourcen als die Nachfolgerversionen Windows Vista oder Windows 7.
Die Ausstattung des Netbooks. Vollwertiger Ersatz für den PC?
Das Netbook ist eine angenehme Ergänzung mit allen Vorteilen, die Mobilität bieten kann. Ein Ersatz für den heimischen PC ist ein Netbook sicherlich nicht und war als ein solcher nie geplant. Netbooks können viel leisten und sind ausgezeichnete Helfer für unterwegs oder für die kleine und kurze Recherche. Zwar ist es richtig, dass zwischenzeitlich die Grenzen zu den klassischen Notebooks fließend sind, doch die Speicherkapazität der Netbooks ist begrenzt und das fehlende optische Laufwerk geben dem Gebrauch des Netbooks deutliche Grenzen im täglichen Einsatz.
Aber auch das Herzstück eines jeden Computers, der Prozessor, ist beim Netbook meistens deutlich langsamer als der eines Notebooks und die Grafikkarte ist als integrierte Grafikeinheit zu finden.
Netbooks müssen mehrere Voraussetzungen bzw. Anforderungen erfüllen: Sie sollen sparsam im Bereich der Ressourcen, klein und möglichst handlich und unter Berücksichtigung der Mobilität mit einer möglichst guten Akkuleistung ausgestattet sein. Diese Prämissen können nur auf Kosten der Ausstattung bzw. der Leistung erreicht werden.
Einsatzmöglichkeiten des Netbooks.
Wer unterwegs mittels Verbindung eines Mobilfunkanbieters oder mit WLAN das Internet benutzen möchte, oder Schreibarbeiten erledigen will ist mit einem Netbook gut beraten.
Die im Moment vertriebenen Smartphones sind zwar kleiner und passen in jede Westentasche, aber die benutzerfreundlichere Größe der Bildschirme der Netbooks machen das Arbeiten und die notwendigen Eingaben an solchen Geräten deutlich angenehmer und auch einfacher.
Es ist sinnvoll, im Netbook gespeicherte Daten zeitnah auf den Hauptcomputer zu übertragen und danach zu löschen. So wird Speicherkapazität im Netbook geschont und für den Bedarfsfall bereitgehalten.
Bild: lev dolgachov – Fotolia
Mehr